5. September 2010 3D in Marketing und Internet – auf dem Weg zur Selbstverständlichkeit
Manche Entwicklungen kommen unweigerlich über die Jahre. Mal mit mehr, mal mit weniger Hype, aber sie kommen. Ein solches Thema ist das Thema 3D.
Lange Zeit nur Spielerei oder faszinierendes Kuriosum mit rot-blauen Papp-Brillen, durchsetzt es inzwischen die komplette Medienlandschaft. 3D-Kino ist schon fast selbstverständlich und auf der IFA sind 3D-Fernseher der große Renner in diesem Jahr. Und schon mehrere Jahre hat das Fraunhofer-Institut in Berlin 3D-Bildschirme, die keine Brillen mehr benötigen (wirklich faszinierend, wir waren dort mit dem Beraterverband BeraterDigital, bei dem ich Vorstand bin, mal zu Gast, um uns vor Ort über die neueste Technologie zu informieren).
Auch im Internet und in Onlinemarketing greift 3D um sich – mehr, als man es oft bewußt wahrnimmt. 3D ist auch hier ein großer, langfristiger Trend, den es für zukunftsweisendes Marketing aufzunehmen gilt. Nutzer werden sich ganz selbstverständlich daran gewöhnen und so etwas erwarten. Onlinemarketing ohne 3D könnte schon in absehbarer Zeit “veraltet” wirken.
Versuche dazu gibt es schon lange. Vor 10-15 Jahren sollte VRML der 3D-Ersatz für HTML werden. Es war aber vom Konzept her noch viel zu technisch angelegt und für die damaligen Leitungs-, Browser- und Rechnerkapazitäten ungeeignet. Inzwischen sindpraktisch alle virtuellen Welten von Second Life über eine der größten Welten Habbo-Hotel bis zu 3D-Chats wie Smeet heute ganz selbstverständlich als 3D-Räume aufgebaut.
Ein Vorreiter für 3D im Marketing ist die jedem von uns sicher bekannte Firma Lego. Ein bereits seit längerem bekannter Schritt ist der Einsatz von Augmented Reality in Lego-Läden, bei dem Käufer (bzw. Kinder und deren kaufende Eltern) den Packungsinhalt sofort und in Bewegung in 3D sehen können (siehe das Video zu Lego Augmented Reality bei YouTube oder Live im Lego-Laden in Hamburg). Jetzt geht Lego den nächsten Schritt und setzt damit Maßstäbe: Einsatz von 3D im Onlinemarketing.
Den neuen Raupenbagger von Lego können Sie auf http://www.LEGOforMen.de in 3D sehen (allerdings braucht es noch die Brille). Und nicht nur das: der Bagger (bzw. dessen 3D-Ansicht) lässt sich im Internet interaktiv steuern. Baggern im Internet sozusagen.
Ein Musterbeispiel für Involment, emotionale Ansprache und Marketing das deutlich mehr ist als nur Werbung. Ein beispielhaftes Projekt für die Verbindung von 3D-Technologie, Internet und Marketing – einem der großen Trends der nächsten Monate und Jahre.
P.S.: Ganz nebenbei hat man selbst an “Kleinigkeiten” und Social Marketing gedacht – siehe rechts unten den Facebook-Teilen-Button auf der oben genannten Website. Gratulation an Lego für das Gesamtkonzept dieser Maßnahme.

