Archiv der Kategorie ‘Aufgefallen und kommentiert’
Wann und wo liest man das Kundenmagazin einer Fluggesellschaft? Richtig: im Flieger. Und das ist ja genau die Chance eines solchen Magazins. Man sitzt rum, langweilt sich, hat vielleicht die eigene Literatur schon ausgelesen und da steckt es in der Rückenlehne des Vordersitzes … Magazin, das etwas Ablenkung verschafft. Genau so ging es mir vorgester
n auf meinem Flug mit Germanwings (von einem Vortrag in Stuttgart zu einer Vorlesung in Hamburg).
Im aktuellen Germanwings-Magazin: mehrere Promotion-Seiten (man könnte es auch einfach Werbung nennen, aber “GW-Promotion” klingt einfach hochwertiger
). Die promoteten Produkte sind mit QR Codes versehen und – gut gemacht – gleich mit einer Beschriftung, die auf ein Demo-Video hinweisen. Eine gute Idee mit dem Video, erweitert man damit doch das Medium Papier um multimediale Elemente (weitere Einsatzmöglichkeiten werden auch im QR Code Seminar in Hamburg, Berlin und Stuttgart vermittelt).
Trotzdem: die ganze Kampagne wird sicher floppen. Die Gründe:
1. Ich sitze grad im Flieger. Und Internet im Flieger? Keine Chance – technisch weder möglich noch zulässig. QR Codes nutzen ohne Internet geht aber gar nicht. Das Kundenmagazin einer Fluggesellschaft ist also der falscheste Ort überhaupt, um QR-Codes einzusetzen.
2. Wo ist das Video? Ich habe den QR Code dann im Büro gescannt. Das Bild rechts zeigt das Ergebnis. Kein Video, wie es versprochen wurde. Nur ein stark verkleinerte Bild des Produkts. Und dafür habe ich den ganzen Aufwand gemacht, das Magazin mit nach Hause zu schleppen?
Man kann nur hoffen, dass die Werbetreibenden nicht allzuviel gezahlt haben für diese Kampagne. Denn ihr Geld ist zu einem Teil rausgeworfen. Und noch mehr: sie verärgern potentielle Kunden und lassen einen schalen Geschmack an der beworbenen Marke hängen.
Tolle Verpackung, schönes Design. Geschmacklich lecker. Und auch noch Bio: LantChips lohnen sich.
Die Lust auf LantChips vergeht einem aber, wenn man den QR Code scannt: Mieses Design, die versprochenen weiteren Informationen nicht vorhanden (oder erst nach langem aufwändigem Suchen) und beim YouTube-Angebot der Vorschlag eines Films zur Halbleiterfertigung.
Ausführlicher Erfahrungsbericht mit Bildern zum mobilen Marketing mit QRCodes von LantChips (https://plus.google.com/u/0/105244986010390166900/posts/2ZTXQFNJVfL).

real,- Flugblatt KW 11 in 2013
Flugblatt im Briefkasten. Schnell mal über die Angebote schauen und ab ins Altpapier mit dem Angebotsblättchen.So passiert das tausendfach jeden Tag in deutschen Haushalten.
Aber wie schafft man es als Anbieter, dass ein einfaches Flugblatt nicht nach kurzer Sichtung im Altpapier landet, sondern eine ganze Woche auf in der Wohnung liegen bleibt? real,- hat es diese Woche vorgemacht mit einem vernünftigen QR Code Einsatz.
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Klöster sind für vieles bekannt: für ihren Glauben, angenehme Begegnungen, einen Platz zum Ruhe finden oder auch ihr Bier. Aber Onlinemarketing? Meine Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass sich so manches Unternehmen hier ein Vorbild nehmen könnte
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Wie verärgert man Kunden? Der neue Prospekt der Hellweg Baumärkte, der diese Woche einer Zeitung bei mir beigelegen hat, macht es vor.
Man nehme: einen Prospekt, das Angebot einer Glas-Schiebetüre und einen QR Code. In den Prospekt drucke man neben das Bild des Produktangebots den Code. Am besten drucke man den Code auch völlig blank ab, ohne irgendeine Information dazu, was man hinter zu erwarten hat.
Welche Erwartung hat jetzt der Kunde? Nun, es ist das mit Abstand teuerste Produkt auf der Doppelseite und als Kunde freut man sich, dass trotz des begrenzten Platzes im Flyer noch mehr Informationen zum Produkt geboten werden mit einem QR Code.
Also Handy gezückt und Code abgescannt, um sich über die Ganzglas-Schiebetür “Blockstreifen” zu informieren
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Lebensmittel sind die Warengruppe, auf der QR Codes am häufigsten gescannt werden, zeigt eine Studie Nielsen aus dem Jahr 2012 in Deutschland (siehe Studie zu QR Code Warengruppen). Und auch aus Japan ist bekannt, dass dort Hausfrauen (und Hausmänner) seit vielen Jahren mit dem Smartphone zum Einkaufen gehen, um sich z.B. bei Gemüse oder Fisch Herstellungsort, Verarbeitung oder Bio-Informationen über QR Codes auf den Verpackungen abzurufen.
An einem konkrete Beispiel aus Deutschland zeige ich im Folgenden, welche Fehler bei einem solchen QR Code Einsatz auf Produktverpackungen vermieden und die Kampagne optimal aufgebaut werden sollten.
Doch von vorne:
Ich war heute Morgen
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Firmenschild der Job AG in Bamberg
Eigentlich perfekt: Bamberg Innenstadt. Hier läuft fast jeder vorbei. Und an der Bushaltestelle vor der Tür stehen Menschen und waren (und nutzen ihr Handy). Der ideale Ort, um aktuelle Job-Angebote und -Gesuche zu kommunizieren. Ein auffälliges Schild macht auf die Job AG aufmerksam. Gut gemacht: nicht nur Texte und Logo, auch sympathisch wirkende Menschen sind zu sehen. Und der QR Code ist auch in exakt der richtigen Höhe angebracht, um ihn einfach mit ausgestrecktem Arm abzuscannen (siehe in diesem Weblog ein anderes Beispiel zu Obi QR Codes, bei dem man sich erste fast bis zum Boden bücken muss, um dem Code zu scannen). Diese Außenbeschriftung ist gut und ihr Geld sicherlich wert – oder besser: wäre es fast gewesen.
Denn die ganze Mühe wird kaputt gemacht, weil man beim QR Code (wahrscheinlich wegen fehlendem Fach-Know-How) ein paar ganz einfach zu vermeidende Fehler gemacht hat. Fast hätte das Beispiel ein Best-Case werden können, so aber ist es ein Negativ-Beispiel, wie man gute Investionen schnell zerstören kann, wenn keine Fachleute hinzu gezogen werden.
Wo ist also der Fehler gemacht worden?
Fünf Lerneffekte lassen sich aus diesem Beispiel ableiten:
Lerneffekt 1: Mische niemals Text und Links in einem QR Code, wenn die Kampagne erfolgreich sein soll.
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Wartebereich mit Ferchau-QR-Code, Braunschweig 19.9.2012
Ferchau ist ein großer Ingenieurdienstleister, der in letzter Zeit massiv um neue Mitarbieter wirbt mit den Slogana “Das können Sie besser” und aktuell “Bremsen Sie Technik nicht aus”. Wie solche Slogans durch fehlerhaften Einsatz von QR Codes ad absurdum geführte werden können zeigt das folgende Beispiel:
Am Hauptbahnhof Braunschweig ist die gesamte Sitzgruppe für wartende Gäste von Ferchau plakatiert. Auch ein QR Code ist als zentraler Teil der Kampagne eingesetzt. Ziel: Reisende und Wartende auf Ferchau als potentiellen Arbeitgeben aufmerksam zu machen.
Leider stimmt der Slogan von Ferchau im negativen Sinne: “Das können Sie besser” (als Ferchau) und ja, Ferchau bremst sich selbst durch technische Fehler aus. Nicht gerade positiv für das Markenbild, wenn ein Ingenieursdienstleistungsunternehmen nicht mit der einfachsten Technologie (QR Codes) umgehen kann.
Doch ganz von vorne:
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“Social Media … Es droht der Kontrollverlust über Medienkanäle und das Konsumentenverhalten…” lese ich gerade (media spectrum: Social Media in Theorie und Praxis, Retrospektive zum MUM Kongress 2012). Kontrollverlust durch Social Media? Welch Falscheinschätzung früherer und heutiger Kontrollmöglichkeiten. Und Kontrollverlust über das Verhalten von Konsumenten? Was für eine arrogante Vorstellung vom Konsumenten, dass dessen Verhalten kontrolliert wurde bzw. zu kontrollieren ist? Kein Wunder, dass manch Marketingmanager sich mit der Markenführung in Zeiten von Social Media schwer tut.
Betrachten wir den angeblichen Kontrollverlust der Mediankanäle mal etwas genauer:
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Da wirbt der Springer Verlag für entschieden-intelligenter.de und tut es völlig unintelligent. Nicht gerade klug, dieses Vorgehen. Und leider ein schlechtes Beispiel für den Einsatz von QR Codes im Mobile Marketing. Aber erstmal ganz von vorne:

Foto des Flyers für entschieden-intelligenter.de
Heute lag wieder mal die Zeitschrift “Marketing Review St. Gallen” bei mir in der Post. Also mal kurz blättern. Auf Seite 33 ist ein Flyer des Springer Verlags eingeklebt, den ich mal rausnehme. Beworben wird eine Domain entschieden-intelligenter.de und auf dem Flyer findet sich ein QR Code. Daneben ein Bild mit “Produktvideo starten”.
Ich freue mich schon: jemand der mitdenkt, der sagt was hinter dem QR Code zu erwarten ist und der das auch noch grafisch ansprechend zeigt. Endlich mal jemand, der nicht nur schnell mal QR Codes erzeugen kann (kann eh jeder), sondern der diesen Code auch sinnvoll in Werbemittel integrieren kann (das können scheinbar selbst viele Mitarbeiter von Werbeagenturen bis heute nicht). So dachte ich, bis ich den QR gescannt habe und völlig enttäuscht wurde…
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Tags: Magazin, QR-Code