Archiv der Kategorie ‘Strategischer Kommentar’
Es scheint sich zu bestätigen. Die großen Internetunternehmen werden zunehmend zu Konkurrenten der großen TV-Unternehmen.
In meinem Beitrag “Bundesliga auf YouTube???” hatte ich bereits Anfang Februar darauf hingewiesen, dass Google & Co. sich immer stärker in den Sportrechte-Markt vorwagen. Damals waren das noch vorwiegend Versuche in Indien und anderen Nicht-Westlichen Ländern.
Inzwischen sind wir einen Schritt weiter. Am 3. Mai 2010 verkündete das Handelsblatt unter der Überschrift Netzgiganten schnappen sich den Ball darüber, dass Google, Yahoo und andere inzwischen einen Schritt weiter sind. So hat sich Yahoo in Großbrittanien bereits die Premier League für die Verwertung im Internet gesichert.
Man darf sicher sein: da kommen noch ganz andere Deals. Mit Finanzkraft werden Internetunternehmen die etablierten TV-Sender zunehmend ausstechen. Stellen wir uns schon mal drauf aus: schon ab 2011 werden für wichtige Sportveranstaltungen Google (mittels YouTube), Yahoo und andere zentrale “Sendeanstalten” für hochkarätigen Sport sein.
Die meisten Bundesbürger von 14 bis 29 Jahren können sich ein Leben ohne Auto durchaus vorstellen – aber nicht ohne Internet oder Handy. Aufbauend auf dieser Studie von Bitkom berichtet die Wirtschaftswoche in der aktuellen Ausgabe (Nr. 13/2010 vom 29.03.2010) über den Einstieg von Daimler in das Carsharing-Geschäft.
Dieser WiWo-Artikel soll Anlass sein, einmal über die Chancen im Themenbereich Mobilität und Onlinemedien (klassisches und mobile Internet) nachzudenken. Denn so wie es aussieht, wachsen diese beiden Branchen gerade zusammen und werden die Mobilität der nächsten Jahrzehnte prägen.
Interessant wäre für die Bitkom-Studie wäre folgende Frage zu stellen: heißt für die jungen Erwachsenen (Alter bis 30)meinen “ich kann mir kein Leben vorstellen ohne Auto” oder ist gemeint ”ohne EIGENES Auto”? Denn Mobilität ist gerade auch für junge Menschen sehr wichtig, letztendlich mehr als früher. Aber die aus den Jahrzehnten des Wirtschaftswachstums stammende Bedeutung des eigenen Autos als Statussymbol sinkt bei jungen Erwachsenen sehr deutlich (so verkauft A.T.U. kaum noch Spoiler und “Auto-Nippes”, wie es die Wirtschaftswoche in einem anderen Artikel mit der Überschrift “Aktion Sorgenkind” berichtet).
Immer mehr treten bei Verkehrsmittels wie dem Auto der rationale Sinn in den Vordergrund: die Überbrückung von Entfernung und das Erreichen eines Ortes, kurz: Transport und Logistik. Und genau hier kommen die Onlinemedien ins Spiel und verändern die gesamte Mobilitätsbranche.
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Die Wirtschaftswoche hat in dieser Woche (Nr. 9 vom 13.02.2010) einen Artikel von Sascha Lobo veröffentlicht, der sich mit dem Konsequenzen aus Web 2.0 und der sozialen Vernetzung im Internet beschäftigt. Nicht einfach, die aus den sozialen Netzwerken resultierende gesellschaftliche Veränderungen und die Folgen für Wirtschaftsunternehmen auf nur ein-einhalb Seiten darzustellen. Da könnte man ganze Bücher dazu schreiben.
Hier als mein Beitrag zur Diskussion drei Thesen, warum das Thema “Weisheit der Massen” und soziale Vernetzung noch vergleichsweise wenig von Unternehmen genutzt wird:
1. Wir Alten
Viele Wirtschaftsunternehmen haben noch nicht erkannt, welcher Schatz sich im Internet verbirgt – aber auch welche Gefahren (wie so mancher PR-Gau des letzten Jahres gezeigt hat).
Warum das so ist?
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Die mobile Welle rollt. Aber überrollt Sie die Handelsunternehmen schneller, als dort Strategien für diese Herausforderungen entwickelt werden?
Sicher: praktisch jeder Markenherstellern hat sich schon mit mobilem Marketing beschäftigt und alle größeren Unternehmen und Marken habe auch schon eine mobile Website bzw. eine App. Aber haben eigentlich die Handelsketten schon erkannt, dass das nur Peanuts sind im Vergleich zu den, was da auf sie zurollt?
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Lange wurde gerätselt, wie Google seinen 2006 sehr teuren Kauf von YouTube refinanzieren will. Ob es ausreicht, nur Nutzervideos zu zeigen, um hochkarätige Werbekunden zu gewinnen, ist längst nicht ausgemacht. Aber jetzt schlägt YouTube eine spannende Richtung ein: in den Handel mit Sportrechten.
Wie das geht? Ganz einfach
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Tags: Bundesliga, Geschäftsmodelle, Google, Medien, Sportrechte, TV, Video, YouTube